Aktueller Jahrgang

© Mariya Boyanova
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Alex Nowitz

Komposition

Juni, Juli, August 2020

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Dr. Alex Nowitz ist Vokalperformancekünstler sowie Komponist von Vokal-, Kammer- und elektroakustischer Musik, zahlreichen Kammermusikstücken, zwei Orchesterminiaturen, zwei abendfüllende Opern (Staatstheater Braunschweig 2013; Theater Osnabrück 2006), multidisziplinäre Installationskonzerte (fabrik Potsdam 2008; Reaktorhallen Stockholm 2018) sowie Musiken für Tanz- und Sprechtheater. Letztere z.B. führten zur Zusammenarbeit mit Künstlern wie dem Regisseur Thomas Ostermeier an der Schaubühne Berlin. Alex Nowitz ist ebenso Gesangkünstler, Tenor, Countertenor und Pfeifvirtuose, der mit zahlreichen Musikern, Sängern und Komponisten aus verschiedensten stilistischen Bereichen zusammenarbeitet, zuletzt im September 2019 mit dem Jazzpianisten Michael Wollny an der Alten Oper Frankfurt. Nowitz entwickelt zahlreiche Soloformate, in denen er eine am STEIM in Amsterdam entwickelte Live-Elektronik einsetzt, das gestengesteuerte und berührungsempfindliche ‚Strophonion‘. Er trat auf international renommierten Festivals auf, z.B. im Januar 2019 beim Eröffnungsfestival 100 Jahre Bauhaus in der Akademie der Künste Berlin oder im November 2019 beim Audio Arts Festival in Krakau. Im Februar 2019 verteidigte er zudem erfolgreich seine Doktorarbeit Monsters I Love: On multivocal arts an der Universität der Künste in Stockholm, in der er die Möglichkeiten zur Erweiterung der Performance-Stimme auslotet.

Im Rahmen seines Stipendiums beabsichtigt Nowitz ein Werk mit dem Titel Chronotopes zu komponieren, eine Schizophonie für fünf Stimmen, acht Instrumentalisten und Live-Elektronik. Die Arbeit zielt darauf ab, vokale Performance-Kunst, Instrumentalmusik und Choreografie miteinander zu verbinden. In die Partitur geschriebene choreografische Elemente bilden einen inhärenten Bestandteil der Komposition, in der die Korrelationen zwischen zeitbezogenen (griechisch: ‚chronos‘) und räumlichen Leistungen (griechisch: ‚topos‘) untersucht werden.

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