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Videoinstallation 29.08. – 01.11.2020

Wiepersdorf zwischen Krieg und Frieden

75 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg widmet sich der brandenburgische Dokumentarfilmregisseur Sebastian Eschenbach der Geschichte des Ortes Wiepersdorf und dessen Schloss im Niederen Fläming.

In einer Videoinstallation erkundet er gesellschaftliche, historische, geografische, politische, künstlerische und menschliche Zwischenräume in vier Kapiteln: Zwischen Zweitem Weltkrieg und Neubeginn; Zwischen Stadt und Land; Zwischen Künstler*innen und Staatsmacht und Zwischen dem Ende der DDR und dem wiedervereinten Deutschland.

In Interviews erzählen Zeitzeugen*innen ihre persönlichen Erinnerungen zu Wiepersdorf: einst ein Gutshof, ein Schloss, dann kam der Krieg und die sowjetische Kommandantur, das Gut wurde sozialisiert, das Land verteilt. Nach dem Krieg war es ein Schriftstellerheim der DDR. Die geistige Elite der DDR hat in Wiepersdorf gedacht, diskutiert, geträumt, geschrieben. Die DDR geht unter, Wiepersdorf lebt weiter, das Alte wird gelöscht, überschrieben, neu gedeutet.

Diese Geschichten und Spuren bewegen sich durch Zeit und Ort, überlappen sich, ergänzen und widersprechen sich. Die Besucher sind aufgefordert, sich durch die Zwischenräume der Installation zu bewegen, Standpunkte zu wechseln, Positionen zu erkunden und eigene Geschichten zu erinnern.

Ein Film von Sebastian Eschenbach, Britta von der Behrens und Thomas Malz. Eine Produktion der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf

Die Videoinstallation ist vom 29. August bis 1. November 2020 in der Tankhalle von Schloss Wiepersdorf zu sehen. Die Besichtigung ist samstags und sonntags zwischen 14 bis 17 Uhr möglich.

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Die Videoinstallation wird gefördert durch den Landkreis Teltow-Fläming und durch die Bildungs-, Jugend-, Kultur- und Sportstiftung Teltow-Fläming der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam.

Ein Projekt im Rahmen des Themenjahres KRIEG UND FRIEDEN. 1945 und die Folgen in Brandenburg – Kulturland Brandenburg 2020

75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nimmt das Themenjahr »KRIEG und FRIEDEN. 1945 und die Folgen in Brandenburg – Kulturland Brandenburg 2020« die zeithistorische Phase von 1945 bis heute in den Blick und widmet sich den individuellen Lebensschicksalen, den Hinterlassenschaften des Krieges und dem durch die politische Neuordnung bedingten gesellschaftlichen Wandel in der brandenburgischen Geschichte. Das Themenjahr regt damit zur lebendigen Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit an.

Kulturland Brandenburg 2020 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie durch das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg.

Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen und der Investitionsbank des Landes Brandenburg

 

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